Tagung: Nichts als gegeben hinnehmen. Max von der Grün und die Öffentlichkeit, 12.-13. März 2026

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Max von der Grün (1926–2005) ist ein Autor, der in der wissenschaftlichen und öffentlichen Wahrnehmung vornehmlich mit der Literatur der Arbeitswelt und des Ruhrgebiets assoziiert wird. Er veröffentlichte über 30 Bücher und bediente verschiedenste Gattungen und Themenfelder. Viele seiner Romane wurden verfilmt. Neben „Irrlicht und Feuer,“ der 1963 einen Skandal auslöste, war er auch mit seinen Kinder- und Jugendbüchern, insbesondere den „Vorstadtkrokodilen“ (1976), erfolgreich und erzielte mit nachfolgenden Publikationen stets eine hohe mediale Aufmerksamkeit. Sein Schreiben verstand von der Grün als Parteinahme für die Situation der Schwächeren, ohne dabei seine Romane und Erzählungen einem außerliterarischen Aktivismus unterordnen zu wollen. Den Möglichkeitsraum des Fiktionalen zog er – trotz aller Missstände – dem operativen Aktionismus mancher schriftstellernder Kolleg:innen stets vor. Sein Motto lautete: Nichts als gegeben hinnehmen.

Im Mai 2026 steht der 100. Geburtstag Max von der Grüns an, der zum Ausgangspunkt genommen wird, seine Texte aus literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Sichtweise (wieder) zu lesen und neu zu perspektivieren. In Kooperation mit dem Fritz-Hüser-Institut in Dortmund organisiert unsere Postdoktorandin Antonia Villinger die Tagung „Nichts als gegeben hinnehmen. Max von der Grün und die Öffentlichkeit“, die am 13. März in Dortmund stattfinden und mit einer Lesung am 12. März eröffnet wird. Heike Geißler liest aus ihrem Essay „Arbeiten“. Interessierte sind herzlich eingeladen.