Workshop 29.-30.06.: Medienvielfalt der bundesdeutschen Literatur. Eine methodologische Erprobung

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Medienvielfalt der bundesdeutschen Literatur. Eine methodologische Erprobung

Eine Kooperation der DFG-Graduiertenkollegs 2806 ›Literatur und Öffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen‹ und 2291 ›Gegenwart/Literatur – Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses‹.

Organisation: Marlene Kirsten (Bonn) und Noran Omran (Erlangen)

Inspiriert von den vielfältigen medialen Erscheinungsformen literarischer Texte in der frühen Bundesrepublik, den verschiedenen kulturellen Sphären und Öffentlichkeiten, in denen jene Artefakte zirkulieren, die sie aber auch (mit)gestalten, bisweilen erzeugen, widmet sich dieser Workshop methodologischen Überlegungen.

Anthologien, Journalformate und die Transformation von Texten in auditive Inszenierungen in Form von Radiosendungen oder Hörspielen konstituieren eine materielle und mediale Vielfalt. Diese Pluralität provoziert Fragen nach angemessenen methodischen Zugriffen. Es erscheint angebracht, bereits etablierte, vorranging auf monografische, hochliterarische und schriftlich fixierte Texte zugeschnittene Methoden auf ihre mögliche Passung zu überprüfen und weiterzudenken.

Im Zentrum des Workshops stehen damit Dynamiken literatur-, medien- und kulturwissenschaftlicher Arbeitsprozesse und Fragen nach verfügbaren methodischen Instrumenten, die Rezeptions- und Untersuchungsmöglichkeiten offerieren.

 

Grundlage der Diskussionen bildet ein Reader, der bei Anmeldung unter kontakt-grk2806@fau.de gerne auch allen weiteren Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wird.

 

 

Programm

Donnerstag, 29.6.

14:00-14:30 Begrüßung
14:30-15:30 Lucy Thiede (Bielefeld): Rezeptionsbewusstsein in den Medien der Jugendbewegung zwischen 1945 und 1949
16:00-17:00 Christopher Busch (Bonn): Parlando oder: Die ‚Nicht-Literatur des Alternativmilieus. Methodische Probleme mit Verständigungstexten
17:15-18:15 Noran Omran (Erlangen): Über ein Paradox: Wenn Öffentlichkeit nicht öffentlich sein will
19:30 Abendessen

 

Freitag, 30.6.

9:00-10:00 David Brehm (Marburg): Leseszene Bertelsmann
10:15-11:15 Steffen Hendel (Halle): Das Radio-Feature der Nachkriegszeit – Die Gattungsdiskussion als unproduktiver Umweg
11:15-12:15 Alina Valjent (Bonn): Friedrich Knilli und das Hörspiel
12:30-13:30 Mittagspause
13:30-14:30 Marlene Kirsten (Bonn): Druckordnung und Schriftbild: Anthologien in ihrer Buchförmigkeit
14:30-15:00 Abschlussrunde: Wissenschaftsreflexion und ihr Platz in der Qualifikationsschrift