Call for Papers – Sammelband: Literarische Gruppen nach 1945. Literatursoziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven auf ein kollektives Phänomen, Metzler.

Der Sammelband wird in der Reihe „Literatur und Öffentlichkeit“ bei Metzler erscheinen. Er wird von Patrick Graur und Antonia Villinger herausgegeben.

Die Beiträge sollen exemplarische Studien zum Anlass nehmen, um das Phänomen ‚Gruppe‘ als literatursoziologischen Gegenstand methodisch und theoretisch zu reflektieren. Dabei sollen dezidiert auch Prozesse und Praktiken in den Blick genommen werden, die sich im Kontext von literarisch-politischen Zusammenschlüssen festmachen lassen. Der Band möchte hierbei an Untersuchungen anknüpfen, die gerade in den letzten Jahren erschienen sind (Thomalla/Spoerhase 2020; Barner/Schürmann/Yacavone (2022); Ehrmann/Traupmann 2022; DFG-Netzwerk „Zusammenarbeiten“ (seit 2023)) ohne wichtige Pionierstudien zu vernachlässigen (Parr 2000; Müller-Jentsch 2007; Parr 2011).

Mögliche Fragen und Aspekte:

  • Auf welche literatursoziologischen und kulturtheoretischen Konzepte kann zurückgegriffen werden, um literarische Gruppenformationen zu analysieren?
  • Welche Praktiken spielen im Kontext literarischer Gruppen eine wichtige Rolle?
  • In welchem Verhältnis stehen innertextliche (Publikationsgemeinschaften) und außertextliche (Freundschaften) Zusammenschlüsse?
  • Wie gestaltet sich das Verhältnis der Gruppen zur (literarischen) Öffentlichkeit? Wen adressiert die Gruppe mit ihren Tätigkeiten? Wer wird inkludiert, wer exkludiert?
  • Welche Rollen spielen Fragen von Diversität und Geschlecht innerhalb der Gruppengründung und -formation?
  • Inwiefern verändern digitale Literaturen und Medien Prozesse und Dynamiken der Gruppenkonstitution und -funktionalität?

Abstracts (max. eine Seite) und ein kurzer CV werden bis zum 31. Mai 2024 an patrick.graur@fau.de erbeten.
Die fertigen Beiträge (Umfang von 30.000 bis 40.000 Zeichen Zeichen) sollen bis zum 15.12.2024 eingereicht werden

CFP_Literarische_Gruppen